Grundlagen des Rotpunktvisiers

  • 3 Min. Lesezeit
Basics of the Red Dot Sight

Ein Rotpunktvisier ist ein optisches Visier für Schusswaffen und kleinere astronomische Teleskope. Im Gegensatz zum Zielfernrohr bietet ein Reflex-Visier wenig oder keine Vergrößerung, ist aber parallaktisch frei. Das Ziel wird, im Gegensatz zum Zielfernrohr, mit beiden Augen erfasst.

Ein Rotpunktvisier ist ein optisches Visier für Schusswaffen und kleinere astronomische Teleskope. Im Gegensatz zum Zielfernrohr bietet ein Reflex-visier wenig oder keine Vergrößerung, ist aber parallaktisch frei. Das Ziel wird, im Gegensatz zum Zielfernrohr, mit beiden Augen erfasst.

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Durch die Bauweise kann ein Ziel bei der Schulteraufnahme von Langwaffen sowohl präzise als auch sehr schnell über kurze und (kürzere) mittlere Distanzen anvisiert werden. Treffer auf weitere Entfernungen sind je nach verlängerter Flugbahn des Projektils möglich.

Verwenden Sie ein Rotpunktvisier, um Ihr CQB (Nahkampf) effizienter und genauer zu machen

Das Rotpunktvisier strahlt im Gegensatz zu einem Zielpunktprojektor keinen aktiven Lichtstrahl aus, der in Verbindung mit der Waffe zum Suchen, Zielen und schnellen Erkennen bei Dämmerung und Nacht durch Beleuchtung des Ziels für präzises Schießen aus der Hüfte dient. Rotpunktvisiere sind auch für den Kampf in bebauten Gebieten geeignet.

Ein heller Zielpunkt (oder ein anderes Fadenkreuz) wird durch einen halbtransparenten Spiegel ins Auge des Schützen reflektiert. Eine Linsenoptik (Kollimator) sorgt dafür, dass dieses Fadenkreuz für den Schützen in der Unendlichkeit (oder nahe einem näheren Ziel) erscheint. Der Schütze sieht gleichzeitig durch den halbtransparenten Spiegel das Ziel und das über den Spiegel reflektierte Fadenkreuz.

Wie funktioniert ein Rotpunktvisier? - Das Funktionsprinzip von Rotpunktvisieren

Da der Lichtstrahl des Fadenkreuzes genau in Richtung der Blicklinie im Auge fällt, erscheint das Fadenkreuz immer an der richtigen Stelle, unabhängig von der relativen Position des Auges zum Visiergerät.

Grundsätzlich werden drei Typen unterschieden:

  1. Das Fadenkreuz und die Kollimatorlinse stehen senkrecht zum Strahlengang des betrachteten Objekts. Die beiden Bilder werden über einen Strahlengang oder eine Glasplatte gemischt. Dieser Typ benötigt viel Platz und wird hauptsächlich in Head-up-Displays von Flugzeugen verwendet.
  2. Ein kompakterer Typ verwendet einen gebogenen dichroitischen Spiegel, der sowohl das Fadenkreuz fokussiert als auch die beiden Bilder mischt. Diese Art wird oft als Rotpunktvisier bei Kleinwaffen eingesetzt.
  3. Das Fadenkreuz selbst ist zu nah, um im Fokus des Betrachters zu sein, aber der gebogene Spiegel mischt die beiden Bilder in der Unendlichkeit. Diese Art wurde als Sucher für Kameras, aber auch als Waffenvisier, zum Beispiel bei der Bazooka, verwendet.

Zu den Vorteilen gehört, dass das Ziel mit beiden Augen anvisiert wird und das räumliche Sehen sowie das volle Sichtfeld erhalten bleiben. Da der Zielpunkt optisch in die Unendlichkeit abgebildet wird, können die Augen Ziel und Fadenkreuz gleichzeitig scharfstellen. Dies ist mit Kimme und Korn nicht möglich, da diese dem Schützen viel näher sind und entweder das Visiergerät oder das Ziel immer leicht unscharf ist.

Der leuchtende Zielpunkt ermöglicht das Anvisieren auch im Dunkeln, solange das Ziel noch sichtbar ist. Um nicht vom Leuchtpunkt selbst geblendet zu werden, kann dessen Helligkeit meist eingestellt werden. Im Gegensatz zu jeder Art von Zielbeleuchtung (wie Laser oder weißes Licht, das an der Waffe montiert ist) ist ein Rotpunktvisier auch für Jagd und Sportschießen gemäß Waffengesetz erlaubt.

Welches Rotpunktvisier erwartet Ihre nächste Jagd?

 

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