Grundlagen des Rotpunktvisiers
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Ein Rotpunktvisier ist ein optisches Visier für Schusswaffen und kleinere astronomische Teleskope. Im Gegensatz zum Zielfernrohr bietet ein Reflex-Visier wenig oder keine Vergrößerung, ist aber parallaktisch frei. Das Ziel wird, im Gegensatz zum Zielfernrohr, mit beiden Augen erfasst.
Ein Rotpunktvisier ist ein optisches Visier für Schusswaffen und kleinere astronomische Teleskope. Im Gegensatz zum Zielfernrohr bietet ein Reflex-Visier wenig oder keine Vergrößerung, ist aber parallaktisch frei. Das Ziel wird, im Gegensatz zum Zielfernrohr, mit beiden Augen erfasst.

Aufgrund der Bauweise kann ein Ziel bei der Schulteraufnahme für Langwaffen sowohl präzise als auch sehr schnell über kurze und (kürzere) mittlere Distanzen anvisiert werden. Treffer auf weitere Entfernungen sind je nach verlängerter Flugbahn des Projektils möglich.

Das Rotpunktvisier sendet im Gegensatz zu einem Zielpunktprojektor keinen aktiven Lichtstrahl aus, der in Verbindung mit der Waffe zum Suchen, Zielen und schnellen Erkennen in der Dämmerung und bei Nacht dient, um das Ziel für präzises Schießen aus der Hüfte zu beleuchten. Rotpunktvisiere sind auch für den Kampf in bebauten Gebieten geeignet.
Ein heller Zielpunkt (oder ein anderes Fadenkreuz) wird durch einen halbtransparenten Spiegel ins Auge des Schützen reflektiert. Eine Linsenoptik (Kollimator) sorgt dafür, dass dieses Fadenkreuz für den Schützen in der Unendlichkeit (oder nahe an einem näheren Ziel) erscheint. Der Schütze sieht gleichzeitig durch den halbtransparenten Spiegel das Ziel und das über den Spiegel reflektierte Fadenkreuz.

Da der Lichtstrahl des Fadenkreuzes genau in Richtung der Blicklinie im Auge fällt, erscheint das Fadenkreuz immer an der richtigen Stelle, unabhängig von der relativen Position des Auges zum Visiergerät.
Grundsätzlich werden drei Typen unterschieden:
- Das Fadenkreuz und die Kollimatorlinse stehen senkrecht zum Strahlengang des betrachteten Objekts. Die beiden Bilder werden über einen Strahlengang oder eine Glasplatte gemischt. Dieser Typ benötigt viel Platz und wird hauptsächlich in Head-up-Displays von Flugzeugen verwendet.
- Ein kompakterer Typ verwendet einen gebogenen dichroitischen Spiegel, der sowohl das Fadenkreuz fokussiert als auch die beiden Bilder mischt. Diese Art wird häufig als Rotpunktvisier auf Kleinwaffen eingesetzt.
- Das Fadenkreuz selbst ist zu nah, um im Fokus des Betrachters zu sein, aber der gebogene Spiegel mischt die beiden Bilder in der Unendlichkeit. Diese Art wurde als Sucher für Kameras, aber auch als Waffenvisier, beispielsweise bei der Bazooka, verwendet.
Zu den Vorteilen gehört, dass das Ziel mit beiden Augen anvisiert wird und das räumliche Sehen sowie das volle Sichtfeld erhalten bleiben. Da der Zielpunkt optisch in die Unendlichkeit abgebildet wird, können die Augen Ziel und Fadenkreuz gleichzeitig scharfstellen. Dies ist bei Kimme und Korn, die viel näher am Schützen sind, nicht möglich, sodass entweder das Visier oder das Ziel immer leicht unscharf ist.
Der leuchtende Zielpunkt ermöglicht das Anvisieren auch im Dunkeln, solange das Ziel noch sichtbar ist. Um nicht vom Leuchtpunkt selbst geblendet zu werden, kann seine Helligkeit meist eingestellt werden. Im Gegensatz zu jeder Art von Zielbeleuchtung (wie Laser oder weißes Licht, das an der Waffe montiert ist) ist ein Rotpunktvisier auch für Jagd und Sportschießen gemäß dem Waffengesetz erlaubt.

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